Für’n Arsch nach Gotha

Ich entschuldige mich gleich zu Beginn für diesen reißerischen Titel. Aber ich konnte (fast) nicht anders – er passt einfach so schön.

Ich war jedenfalls die letzten beiden Tage in Gotha. Diese alte Residenzstadt hat wirklich schöne Ecken und vor allem ein wunderschönes Amtsgericht.

In diesem Gericht bin ich sowohl auf eine wirklich unvoreingenommene Schöffengerichtsvorsitzende als auch einen sehr fairen Staatsanwalt getroffen. Verhandelt wurde ein Abend, an dem es zwischen zwei jungen Leuten zunächst zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gekommen ist. Als mein Mandant noch weitere “Techniken” (hier kommt mein BILD-mäßiger Titel ins Spiel) ausprobieren wollte, will die “Verkehrsteilnehmerin”, die sich nach eigenem Bekunden Hoffnungen auf eine dauerhafte Beziehung machte, dies abgelehnt haben. Gewehrt oder wenigstens die auf dem selben Stockwerk im Zimmer schräg gegenüber schlafenden (?) Eltern zur Hilfe gerufen hat sie aber nicht. Mein Mandant hingegen hat sich dahingehend eingelassen, seine Affäre (mehr war es nicht für ihn) habe nur gesagt, sie habe noch nie Analverkehr gehabt. Er solle vorsichtig sein. Anschließend habe man sich freundlich verabschiedet und er sei gegangen. Von Komplikationen beim Eindringen geschweige denn von Schmerzen oder Verletzungen berichtet das vermeintliche Opfer im Übrigen auch gar nichts. Warum dann fast vier Jahre später die Anzeige kommt, konnte sie ebenfalls nicht wirklich erklären ...

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