Technik aktuell: Rotorblätter von Windkraftanlagen werden intelligent

Rotorblattkanten, die sich nach vorne oder hinten neigen, Klappen, die bei Bedarf den Wind umlenken. Rotorblätter, die mit solchen Mechanismen ausgestattet sind, können auch bei stark böigem Wind Strom ins Netz einspeisen und eine unvermindert hohe Lebensdauer aufweisen. Solche aktiven Technologien werden in der Luftfahrt bereits erprobt und sollen nun auch in der Windenergie ihre Anwendung finden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fördert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Fraunhofer Institut für Windenergie & Energiesystemtechnik (IWES) und ForWind - Zentrum für Windenergieforschung bei der Entwicklung und Konstruktion solcher "Smart Blades" mit zwölf Millionen Euro. Mehr Leistung, längere Lebensdauer Weht der Wind zu stark, müssen die Betreiber ihre Windkraftanlagen derzeit aus dem Wind drehen. Inzwischen überstreichen die neuen, bis zu 85 Meter langen Rotorblätter bei jeder Umdrehung eine Fläche, die mehreren Fußballfeldern entspricht. Bei böigem Wind treten schon innerhalb dieser Fläche sehr unterschiedliche Windgeschwindigkeiten auf. Ein pauschales und auch relativ langsames Verstellen des gesamten Rotorblattes, wie es derzeit möglich ist, kann dies nicht berücksichtigen. Durch Klappen im Rotorblatt, die den Wind umlenken und bewegliche Hinterkanten und Vorflügel - die beweglichen Teile an der Vorderkante - sollen sich Rotorblätter in Zukunft besser und schneller an die lokalen Windströmungen anpassen können. Zudem entwickeln die Forscher ein aerodynamisch optimiertes und leichteres Design von Windkraftanlagen, das zugleich eine längere Lebensdauer aufweist. Große Herausforderungen in der Windenergiebranche Anlagenbauer scheuen bislang die Entwicklung und den Einsatz von Smart Blades ...Zum vollständigen Artikel


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