Strafbarkeit bei Spielmanipulationen nach der RVO-DFB

Heute machte leider wieder mal eine traurige Nachricht die Runde. Europol deckte auf, dass mindestens 380 Spiele von 425 korrupten Spielern, Offiziellen und Funktionären in 15 verschiedenen Ländern verschoben worden sind.

Dabei stellen sich zwei Fragen: Wie macht man sich nach dem Sportverbandsrecht strafbar? Und wie sind die Personen strafrechtlich zu bestrafen? Heute Teil I: Die Strafbarkeit nach der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB (RVO-DFB).

I. Starfbarkeit nach § 6a RVO-DFB

Zentrale Norm ist dabei der § 6a RVO-DFB:

1. Wer es, insbesondere als Spieler, Schiedsrichter, Trainer oder Funktionsträger, unternimmt, auf den Verlauf und/oder das Ergebnis eines Fußballspiels und/oder den sportlichen Wettbewerb durch wissentlich falsche Entscheidungen oder andere unbefugte Beeinflussung einzuwirken in der Absicht, sich oder einem anderen einen Vorteil zu verschaffen, macht sich der Spielmanipulation schuldig. Dies gilt nicht für Spieler, die beim Spiel oder im Zusammenhang mit diesem durch Verletzung einer Fußballregel ausschließlich einen spielbezogenen sportlichen Vorteil anstreben; die Möglichkeit der Bestrafung als unsportliches Verhalten gemäß § 1 Nr. 4. bleibt insoweit unberührt.

2. Eine Spielmanipulation wird als unsportliches Verhalten gemäß § 1 Nr. 4. geahndet (§ 44 der Satzung des DFB).

Mit Unternehmen meint die RVO das “Unternehmen” nach § 11 Nr.6 StGB, was dazu führt, dass nicht nur die Vollendung, sondern auch bereits der Versuch einer Spielmanipulation strafbar ist. Hintergrund ist die Schwierigkeit Spielmanipulationen nachzuweisen. Denn konkret die erfolgreiche Einflussnahme auf das Spielergebnis und den Spielablauf nachzuweisen, dürfte sich sonst als zu schwer herausstellen.

Um überhaupt in das Stadium einer versuchten Spielmaniplation zu kommen, bedarf es eines unmittelbaren Ansetztens ...

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