Gerichtliche Forschungsarbeit? Und dennoch kein Familienrecht!

Dieser Post muss, obwohl einem Rechtsgebiete eindeutig zuzuordnen, leider in die Kategorie “Sonstiges”, denn wir haben weder die Kategorien “Familienrecht” noch “Oh mein Gott!”. Und dass der Schreiber dieser Zeilen kein Familienrechtler ist, fällt spätestens bei der Lektüre dieser Seite auf. An dieser (negativen) Einstellung ändert auch die vom Kollegen Burschel hier dargestellte never ending story nichts, auch wenn sie noch so skurril zu sein scheint. Dennoch soll sie hier nicht unerwähnt bleiben:

Die Mutter des Kindes, das letztlich im Mittelpunkt des Verfahrens steht, hatte um den Zeugungszeitpunkt herum offenbar nähere, zeugungsfördernde Begegnungen mit zwei Männern, die damit beide als Vater in Betracht kommen. Pikant ist dabei, dass die beiden potentiellen Erzeuger Brüder, ja gar Zwillinge sind. Eineiige (monozygote) Zwillinge. Der Humangenetiker weiß an dieser Stelle: Das macht die Sache nicht einfacher!

So hatte dann auch das OLG Celle die bedauernswerte ehrenvolle Aufgabe, den Sachverhalt zu erforschen und eine Entscheidung zu treffen, wer denn nun der Papa ist. Der beauftragte Sachverständige untersuchte in seinem Abstammungsgutachten die Gene von Kind und Vätern sehr genau. Statt der üblichen 12 “Marker”, zog er mehr als 1000 derartige Anhaltspunkte zu Rate. Kosten: wohl ca. 100.000 Euro ...

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