Fitnessstudio – kostenloses Probetraining kann teuer werden

Wer ein kostenloses Probetraining in einem Fitnessstudio absolviert, muss im Zweifelsfall mit einer teuren Überraschung rechnen. Ein Widerrufsrecht steht dem Kunden nach Vertragsschluss in der Regel nicht mehr zu.

Sachverhalt

Aufgrund eines Werbeangebots eines Fitnessstudio entschloss sich eine Münchnerin zur Teilnahme an einem kostenlosen Probetraining. Erst nach Unterzeichnung des Vertrages mit einer Laufzeit von 12 Monaten begutachtete die Frau die Räumlichkeiten des Studios und die Trainingsmöglichkeiten. Sie entschloss sich schließlich dazu, doch nicht in dem Studio trainieren zu wollen und kündigte den Vertrag am nächsten Tag.

Das Studio akzeptierte die Kündigung; allerdings erst zum Ende der Vertragslaufzeit. Gleichzeitig forderte es den Mitgliedsbeitrag von 599 Euro die Laufzeit von einem Jahr.

Die Frau lehnte die Zahlung mit dem Argument ab, dass Sie überrumpelt worden sei. Infolge dessen stünde ihr ein Recht zum Widerruf zu.

Die Betreiber erhoben Klage auf Zahlung des Jahresbeitrags und bekamen recht.

Das Urteil

Die Beklagte hatte kein Widerrufsrecht und konnte infolge dessen den Vertrag auch nicht wirksam widerrufen.

Die eingewandten Voraussetzungen für ein Haustürgeschäft lagen nicht vor. Insbesondere sei in der Aktion keine Freizeitveranstaltung zu sehen.

Probetrainings in Fitnessstudios haben gerade den Zweck Neukunden zu gewinnen. Wer dann infolge der Werbeaktion einen Vertrag mit dem Studio schließt kann in der Regel nicht als überrumpelt oder getäuscht angesehen werden. Anders sind Fälle gelagert, in denen jemand in ein Studio gelockt wird, weil angeblich eine kostenlose Mitgliedschaft gewonnen wurde ...

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