Rezension Zivilrecht: mündliche Prüfung

Pötters / Werkmeister, Basiswissen Jura für die mündliche Prüfung, 1. Auflage, De Gruyter 2012 Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi Die mündliche Prüfung im Rahmen der staatlichen Pflichtfachprüfung darf keinesfalls unterschätzt werden. Einerseits bestimmt sie im Umfang von (regelmäßig) 1/3 die Gesamtprüfungsleistung. Andererseits stellt sie andere Anforderungen an die Studierenden im Vergleich zum schriftlichen Teil der Prüfung. Damit dürfte eine reine Wiederholung des für die Klausuren erarbeiteten Wissens in den meisten Fällen nicht weiterhelfen. Das Buch von Pötters/Werkmeister knüpft an diese Situation an. Die beiden Autoren liefern mit Ihrem Werk eine gelungene Zusammenstellung solcher Informationen, die für das Abfragen der juristischen Allgemeinbildung geeignet sind. Nach einem kurzen Einleitungsteil geben die Autoren Hinweise zur Vorbereitung auf die prüfungsspezifische Situation. Daraufhin werden rechtsgeschichtliche Fragen behandelt (§ 3). Ein weiterer Abschnitt (§§ 4 – 6) beschäftigt sich mit Fragen der deutschen Gerichte und der Gerichtsbarkeit. Bevor die Verfasser eine Liste der häufigsten Fragen und den zwingend zu kennenden Leiturteilen zu den verschiedenen Rechtsgebieten präsentieren (§§ 8 und 9) vermitteln sie einen instruktiven Überblick über die Grundentscheidungen, den Staatsziel- und Staatsstrukturprinzipien des Grundgesetzes (§ 7). Ausweislich der Juristenausbildungsgesetze (vgl. z.B. § 14 JAG-Hessen) der meisten Bundesländer ist die mündliche Prüfung besonders geeignet, um die wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweise der Studierenden abzufragen. Eine solche Denk- und Arbeitsweise setzt dabei zwingend methodologische Kenntnisse voraus. Daher ist die Berücksichtigung der Methodenlehre (§ 10) in diesem Werk besonders erfreulich ...Zum vollständigen Artikel

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