Datenkidnapping – Erpressung mit neuester Technik

Erpressungsschadsoftware oder Ransomware verschlüsselt alle Daten auf der Festplatte und gibt diese erst wieder frei, wenn ein bestimmter Geldbetrag an den "Erpresser" gezahlt wurde. Die aktuellen Versionen verwenden hierbei professionelle Verschlüsselungsalgorithmen und asymmetrische Schlüssel.

Der Anschein einer offiziellen Behörde

Die Software sucht auf dem befallenen Rechner gezielt nach .doc, .pdf, .pdf und .mp3 Dateien. Danach wird jede Datei einzeln verschlüsselt. Eine Freigabe der Daten soll erst nach Zahlung eines bestimmten Betrages erfolgen.

Um dem Zahlungsbegehren Nachdruck zu verleihen, erweckt die Software meist den Anschein offiziell von einer Behörde oder der Polizei zu stammen und trägt dabei meist die Logos der nationalen Behörden. Die Software meldet dann unter Umständen, dass kinder-pornografisches Material oder sonstige illegale Downloads gefunden wurden. Werde man nicht zahlen, werden Daten an die Polizei übermittelt, so die Drohung.

In Deutschland treibt sich aktuell die Software Reveton um Auch diese erweckt den Eindruck einer offiziellen Behördensoftware und trägt die Logos des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) oder der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU).

Nicht neu aber besser

Die Masche mit der Epressersoftware ist keineswegs neu. Bereits 1989 ist die erste Software dieser Art aufgetaucht und zuletzt wieder 2012 ...

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