Verdecktes Tracking könnte Google Millionen kosten

Datenschutz kann doch weh tun. Google umging heimlich Browser-Einstellungen von Internet-Nutzern, um deren Surfverhalten auszuspähen.

Geschädigte Nutzer aus Großbritannien haben jetzt erste Klagen eingereicht.

Electronic Stalking

Bei Cookies handelt es sich um Dateien, die im Zwischenspeicher des Internet-Browsers abgelegt werden, wenn ein Nutzer eine Website aufruft. Mithilfe der Cookies wird das Surfverhalten der Nutzer analysiert, was man „Tracking“ nennt. Werbeplattformen wie Google lesen die Cookies aus, um dem Nutzer Werbung einzuspielen, die auf die Inhalte der zuvor besuchten Seiten zugeschnitten ist.

Der Internet-Browser „Safari“ ermöglicht es dem Nutzer, das Setzen von Cookies zu verbieten. Google sah die „do not track“-Einstellungen des Browsers aber offenbar nur als technisches Problem. Ein durchaus lösbares Problem, wie sich schnell herausstellte, wegen einer Sicherheitslücke. Google hebelte kurzerhand den technischen Schutz des Browsers aus und installierte Cookies auf den Rechnern und Smartphones von Millionen Internet-Nutzern – entgegen deren ausdrücklichen Willen.

Angefangen hat das „electronic stalking“, wie es die britische Aktivistin Judith Vidal-Hall nennt, im Sommer 2011. Im Frühjahr 2012 flog Google in den USA auf, wie zuerst vom „The Wall Street Journal“ berichtet wurde.

In den USA kommt Google mit einem blauen Auge davon

Google hatte sich in den USA gerade mit der Federal Trade Commission auf Verbesserungen beim Datenschutz geeinigt. Die auf 20 Jahre angelegte Vereinbarung sieht für jeden Verstoß pro Tag eine Strafe von bis zu 16.000 Dollar vor, weshalb Google enorme Vertragsstrafen zu befürchten hatte. Die Gesamtstrafe wurde aber im Rahmen eines Vergleichs auf 22,5 Millionen Dollar herabgesetzt.

Schadensersatzklagen in Großbritannien

In Großbritannien wird Google möglicherweise nicht so glimpflich davonkommen, denn dort droht nun eine Klagewelle ...

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