Todesstrafe für Notwehr? Das traurige Schicksal der Li Yan

Einige tausend Todesurteile werden jedes Jahr in der Volksrepublik China vollstreckt, kein Land mordet mehr im Namen der Gerechtigkeit. spiegel-online berichtet jetzt über den Fall der 41-jährigen Li Yan, die über Monate hinweg von ihrem Ehemann, einem Säufer, brutal misshandelt worden sein soll. Er habe Zigaretten auf ihrem Gesicht ausgedrückt, sie an den Haaren durch die Wohnung gezerrt und ihren Kopf gegen die Wand geschlagen. Stundenlag habe er sie nur leicht bekleidet im eiskalten Winter auf dem Balkon der gemeinsamen Wohnung in Sichuan ausgesperrt. Als er am 3. November 2010 mit einem Luftgewehr hinter ihr stand und auf ihr Gesäß zielte, nachdem er sie zuvor schon getreten hatte, war es der Frau zu viel. Sie entwand ihm die Waffe und schlug mit dem Lauf auf ihren Peiniger ein. Der starb an den Schlägen.

Li Yan, die sich zuvor schon viele Male wegen der gewaltsamen Übergriffe ihres Ehemannes an die Polizei gewandt hatte, ohne dass diese einschritt, entschloss sich dazu, die Leiche zu entsorgen. Sie zersägte diese in etliche Teile, die sie zum Teil kochte, um sie dann in der Toilette zu entsorgen ...

Zum vollständigen Artikel

  • Misshandelte Frau in China: Todesstrafe für Notwehr

    spiegel.de - 11 Leser - Li Yan aus der chinesischen Provinz Sichuan wurde von ihrem Mann monatelang brutal misshandelt. Sie alarmierte die Behörden - nichts passierte. Als er sie schließlich mit einem Luftgewehr bedrohte, nahm sie es ihm ab und erschlug ihn damit. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK