Mit dem Mobiltelefon auf Dienstreise

Rechtsanwältin Nadine Degiorgis

Es klingt auf den ersten Blick zu schön um wahr zu sein: Telefonieren mit den Liebsten und steuerrechtlicher Gewinn in einem. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes können Telefonkosten des Mobiltelefons, die bei einer beruflich bedingten Auswärtstätigkeit anfallen, in der Steuererklärung als Werbungskosten abgesetzt werden.

Grundsätzlich können als Werbungskosten alle Aufwendungen geltend gemacht werden, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der beruflichen Einnahmen dienen. Bewertet wird das nach den Umständen des Einzelfalls. Als ausreichend anerkannt wird ein steuerlich-rechtlich zulässiger wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Ausgabe und Anlass. Absetzbar sind damit alle beruflich bedingten Kosten. Ausgenommen sind grundsätzlich jedoch solche Kosten, die vorwiegend der privaten Lebensführung dienen, wie zum Beispiel Miete, Nahrungsmittel und Telekommunikation.

Doch keine Regel ohne Ausnahme. Das deutsche Steuerrecht berücksichtigt, dass es Kosten gibt, die sowohl dem privaten wie auch dem beruflichen Leben des Arbeitnehmers zufallen. Auch hier wird eine Einzelbewertung des Ursachenschwerpunkts durchgeführt. Das heißt, wenn die Kosten eher durch die beruflicher Tätigkeit verursacht werden und weniger durch das normale private Leben, können sie nach dem EStG berücksichtigt werden ...

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