Filmaufnahmen von Personen – Probleme mit dem Recht am eigenen Bild

Filmrecht, Medienrecht

Film- und Fernsehteams haben nicht immer die Möglichkeit im Studio oder auf einem abgesperrten Set zu drehen, häufig ist es für die Szene oder den Kontext sogar erforderlich Aufnahmen in der Öffentlichkeit zu machen. Dabei entsteht immer wieder die Frage, in welchem Umfang unbeteiligte Personen gefilmt und diese Aufnahmen auch veröffentlicht werden können. Die Antwort auf diese Frage ist vielschichtig, dennoch hier der Versuch einer knappen Zusammenfassung:

Unproblematisch sind Aufnahmen von Personen, wenn diese nicht erkennbar sind. Erkennbar können Personen allerdings schon sein, wenn keine (vollständige) Abbildung der Gesichtszüge erfolgt, die Augen mit einem schwarzen Balken unkenntlich gemacht oder Teile verpixelt werden. Es genügt, wenn aus den Begleitumständen erkennbar ist, um welche Person es sich handelt. Ist die Person erkennbar, greifen die Regelungen der §§ 22 ff. KunstUrhG ein. Danach dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person veröffentlicht werden. In den §§ 23, 24 KunstUrhG finden sich jedoch einige wichtige Ausnahmen. Bevor man nach einem Ausnahmetatbestand sucht, noch einmal gedanklich ein Sprung zurück: Liegt eine Einwilligung vor, ist die Veröffentlichung unproblematisch. Diese Einwilligung kann formlos, sogar stillschweigend erteilt werden. Dabei kommt es immer auf die konkreten Umstände an. Auf der sicheren Seite ist der Filmhersteller, wenn eine schriftliche Einwilligung der jeweiligen Person vorliegt. Sobald die gefilmte Person für die Aufnahmen eine Bezahlung erhält, stellt das Gesetz die Vermutung auf, dass eine Einwilligung vorliegt. Wichtigste Ausnahme ist die Darstellung von sogenannten Personen der Zeitgeschichte, besser bekannt als Prominente ...Zum vollständigen Artikel


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