The road to hell XXXXII: WTO erlaubt Antigua, das “geistige Eigentum” von US-Unternehmen kostenlos zu nutzen, bis ein Jahres-Gewinn von 21 Mio. US-Dollar jährlich erreicht ist

Da schau her! Die USA sahen sich in den 1990ern außerstande, den Onlinezugang zu einigen auf Antigua und Barbuda beheimateten Glücksspielbetreibern nicht zu sperren, was den präsidialen Führer des karibischen Zwei-Inselstaates auf die inseleigene Palme trieb. Man rief die World Trade Organization (WTO) an und beklagte sich über das unsittliche Gebahren des großen Bruders. Die WTO sah das alles tatsächlich genauso wie der Zwergenstaat und dieser gewann in der Folge den Handelsstreit. Normalerweise darf der Gewinner in einem solchen Fall auf Waren aus dem Land des Verlierers Strafzölle auferlegen, aber diese Lösung schien den Karibikanern aus nachvollziehbaren Gründen nicht wirklich sachdienlich. Stattdessen fragte man bei der WTO an, ob es nicht auch möglich sei, das geistige Eigentum von US-Unternehmen kostenlos zu nutzen, bis man damit jährlich 21 Mio. US-Dollar Gewinn erzielt habe, den geschätzten Verlust durch das kontinentale Casino-Mobbing (hier). Diesem krude Ansinnen erteilte die WTO überraschenderweise grünes Licht. Da die Werkverschleuderung innert des geltenden internationalen Rechts weltweit erfolgen darf, sollten sich die Bundesrepublikaner diesseits des großen Teichs möglicherweise auf das ganz legale Microsoft Office 2013-Paket für 10 Cent freuen dürfen. Wir evaluieren fix die Möglichkeiten der USA: 1. Ein Brief vom Anwalt

“Sehr geehrter Herr Präsident,

in vorbezeichneter Angelegenheit hat uns halb Amerika mit der Wahrnehmung seiner Rechte beauftragt ...

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