Schmerzensgeldanspruch nach verdrängtem Kindesmissbrauch nicht verjährt

In der Regel verjähren Schmerzensgeldansprüche auch von Opfern sexueller Straftaten binnen 3 Jahren nach der Tat bzw. der Kenntnis des Verletzten vom Schaden. Bei Minderjährigen beginnt die Verjährungsfrist erst mit Eintritt der Volljährigkeit. Hat ein Opfer eines Kindesmissbrauches infolge der Missbrauchshandlungen eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt und das Geschehen vollständig verdrängt, so beginnt jedoch unter Umständen die Verjährungsfrist erst wesentlich später, meint der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 04.12.2012, Az.: VI ZR 217/11).

Der Kläger war bereits 1988 und 1990 sexuell missbraucht worden, hatte anschließend die Sache wohl verdrängt und den Täter erst im Jahre 2008 auf Schmerzensgeld verklagt ...

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