Hartz-IV-Murks - Studie zeigt massive Mängel der Jobcenter Niemand weiß offenbar, wohin die 1,5 Milliarden Euro für die Unterstützung und Vermittlung von Hartz-IV-Empfängern fließen – Missbrauchsgefahr - Einsparpotienzial in Höhe vonbis zu 75 Millionen Eu

Jobcenter unterstützen Langzeitarbeitslose schlecht: Mitarbeiter kennen Ziele nicht, Ämter arbeiten nicht zusammen. Miete, Ausbildungsplätze, Job-Coaching: Jedes Jahr gibt Berlin rund 1,5 Milliarden Euro für die Unterstützung und Vermittlung der 163.000 Berliner Hartz-IV-Empfänger aus. Doch wie gut arbeiten die zwölf Jobcenter, die Bezirke und die Senatsverwaltung für Arbeit zusammen? Die Antwort ist: katastrophal! Das geht aus einer unter Verschluss gehaltenen Studie der Verwaltung von Arbeitssenatorin Dilek Kolat (45, SPD) hervor, die der B.Z. vorliegt. Die wichtigsten Ergebnisse: • Keine gemeinsamen Ziele: Um Arbeitslose in Arbeit zu bringen, werkeln Jobcenter, Bezirksämter und Senat offenbar blind vor sich hin. Eine gemeinsame Strategie fehlt. Ausgerechnet den Jobcentern sei nicht klar, was der Senat arbeitsmarktpolitisch erreichen wolle. „Die gesamtstädtischen Ziele sind besonders in den Jobcentern nicht bekannt.“ • Zu viele verschiedene Anlaufstellen: Es gibt zu viele Ansprechpartner in Behörden, Jobcentern und freien Trägern. Arbeitslose würden nicht mehr durchblicken, wer für was zuständig sei, Anträge für Leistungen seien zu kompliziert. Rüge an die Senatsverwaltung für Arbeit: „Die bisherige Steuerung durch die Hauptverwaltung wird schlecht bewertet.“ Außerdem sammeln Jobcenter und Bezirke getrennt voneinander Daten. „Es mangelt an einheitlichen, formalisierten Verfahren.“ • Ämter wollen nicht zusammenarbeiten: Jobcenter, Bezirke und Senat stimmen sich scheinbar kaum ab. „Es gibt keine Kooperationskultur“ ...Zum vollständigen Artikel

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