Familienfehde bei Peek & Cloppenburg: Hanseaten können Rheinländern die bundesweite Werbung nicht verbieten

Peek & Cloppenburg stellt in der deutschen Unternehmenslandschaft ein Kuriosum dar. Denn – ähnlich wie bei Aldi – gibt es zwei rechtlich und wirtschaftlich selbständige Unternehmen, die unter dieser Bezeichnung firmieren und den deutschen Markt in Nord und Süd unter sich aufgeteilt haben. Doch im Unterschied zu Aldi – wo der geographische Radius in den Bezeichnungen „Aldi Nord“ und „Aldi Süd“ deutlich zum Ausdruck kommt – firmieren die zwei Bekleidungshausketten, welche ihren Sitz in Düsseldorf und Hamburg haben, ohne einen entsprechenden Zusatz und nennen sich – vollkommen identisch – einfach „Peek & Cloppenburg KG“. Dass der Verbraucher deshalb im Zweifel gar nicht wahrnimmt, dass es zwei unterschiedliche Unternehmen dieses Namens gibt, liegt auf der Hand. Ebenso verwundert kaum, dass der kleinere Teil dieses gleich-ungleichen Paares keinen Versuch auslässt, die ungeliebte Verwandtschaft in die Schranken zu weisen.

Eine entsprechende Gelegenheit sahen die Hamburger, welche sich schon im Jahr 1911 von den Rheinländern losgesagt haben und heute mit etwa 25 Filialen ein gediegen-seriöses Publikum ansprechen wollen, gekommen als sie darauf aufmerksam wurden, dass die Düsseldorfer, welche es zwischenzeitlich auf etwa 60 Filialen bringen und es eher auf eine junge, dynamische Zielgruppe abgesehen haben, bundesweit – und damit auch im Stammgebiet der Hamburger – in Magazinen und Zeitungen Werbung schalteten. Mit der Begründung, sie seien in ihren Unternehmenskennzeichenrechten verletzt, weil die Werbung der Düsseldorfer ihnen zugerechnet werde, zogen die Hamburger in ihrer Heimatstadt vor Gericht ...

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