Der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Diebstahl und der Beutesicherung bei § 252 StGB

Deponiert ein Dieb zwischenzeitlich die Ware an einem Ort und nutzt er erst beim Abholen der Beute ein Raubmittel, so liegt kein räuberischer Diebstahl vor

Der Angeklagte soll ohne Fahrkarte in einem Nachtzug unterwegs gewesen sein. Dort soll er mit einem unbekannten Mittäter schlafende Reisende beklaut haben. Das Diebesgut sollen sie zwischenzeitlich immer im Gepäckabteil deponiert haben. Da sie so von Abteil zu Abteil liefen, fielen sie dem Zugbegleiter auf. Als der Zugbeleiter sie ansprach, soll der Angeklagte die Notbremse gezogen und versucht haben, den Zug zu verlassen. Dabei hielt der Zugbegleiter den Angeklagten jedoch an der Jacke fest, in der sich das Diebesgut befand. Der Angeklagte soll sodann ein Messer gezogen und den Zugbegleiter bedroht haben. Er konnte daraufhin mit dem Diebesgut fliehen. Das Landgericht Baden-Baden verurteilte den Angeklagten wegen räuberischen Diebstahls. Dagegen wehrt sich die Strafverteidigung mit der Revision.

Der Bundesgerichtshof (BGH) folgt der Argumentation der Strafverteidigung, dass der Angeklagte nicht auf frischer Tat ertappt wurde ...

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