BayVGH: Klage gegen die Erneuerung und neuen Trassenverlauf einer Hochspannungsfreileitung gescheitert

(LEXEGESE) - Die Klagen von 5 Grundstückseigentümern in Illertissen / Stadtteil Au gegen die ab-schnittsweise Erneuerung und teilweise Neutrassierung einer 110 kV-Hochspannungsfreileitung sind vor dem BayVGH gescheitert. Das Gericht erachtet in seinem Urteil vom 20. November 2012 (Az. 22 A 10.40041) die westliche Verlagerung des bisherigen Leitungsverlaufs aus dem Ort heraus für rechtmäßig, auch wenn die erneuerte Leitung nunmehr auf einer Länge von ca. 1,5 km im Bereich des Illerkanals am östlichen Rand (innerhalb) des Landschaftsschutz-gebiets „Illerauwald von Neu-Ulm bis Kellmünz“ verläuft. Mit dem zugrunde liegenden Planfeststellungsbeschluss – so der BayVGH – habe implizit eine Erlaubnis nach Maßgabe der Landschaftsschutzgebietsverordnung er-teilt werden können, weil ein weniger wertvoller und weniger eingriffsempfindlicher Teil am Rand des Landschaftsschutzgebiets betroffen sei (Vorbelastung der betroffenen Örtlichkeit durch eine bestehende 20 kV-Freileitung sowie durch die Wasserkraftnutzung des Illerkanals; Vermeidung der Betroffenheit von als Biotop kartierten Bereichen), weil im Vergleich zu einer früheren Planungsvariante eine vom Auwald weiter ent-fernte Trassenführung gewählt wurde und weil durch diverse festgesetzte Maßnahmen Beeinträchtigungen des Naturhaus-halts und des Landschaftsbildes abgemildert und ausgeglichen werden (u.a.: Rückbau der bestehenden 110-kV-Leitung, Wahl des sog ...Zum vollständigen Artikel

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