Schadensersatzanspruch aus Kapitalanlageberatung: Die Angabe eines falschen Ratings

Aufgrund des Beratungsvertrags ist der Anlageberater zu einer anleger- und objektgerechten Beratung verpflichtet, wobei Inhalt und Umfang dieser Beratungspflichten von den Umständen des Einzelfalls abhängen. Maßgeblich sind einerseits der Wissenstand, die Risikobereitschaft und das Anlageziel des Kunden und andererseits die allgemeinen Risiken, wie etwa die Konjunkturlage und die Entwicklung des Kapitalmarkts, sowie die speziellen Risiken, die sich aus den besonderen Umständen des Anlageobjekts ergeben. Der Anlageberater hat insbesondere alle Fakten darzulegen, deren Kenntnis für eine eigenverantwortliche Entscheidung des Anlegers erforderlich ist. Die Aufklärung des Kunden über diese Fakten muss richtig und vollständig zu sein. Dem kann sich eine eigene Bewertung und Empfehlung des Anlageberaters anschließen, die lediglich ex ante betrachtet vertretbar sein muss.

Wie diese Beratungspflichten “zielsicher” verletzt werden können, zeigt ein vom Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg entschiedener Fall, in dem der Anlageberater im April 2008 an seinen Kunden herangetreten ist, um ihm den “Tausch” von Commerzbank-Zertifikaten in Lehman-Zertifikate anzudienen ...

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