Was genau macht eigentlich die GEMA und warum? – Beitragsreihe zur GEMA (1/3)

Jeder Internetnutzer kennt die GEMA. Man braucht dazu kein Musiker zu sein. Über 9 Millionen Menschen haben sich bisher das Gangnam Style Video des südkoreanischen Rappers “Psy” auf YouTube angeschaut. Will man es sich in Deutschland anschauen, bekommt man an Stelle eines bunten Musikvideos nur eine dunkle Sperrtafel zu sehen. Der Text darauf ist ernüchternd und viele User sind davon genervt: “Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden. Das tut uns Leid.”

Die GEMA ist mal wieder Schuld. Doch was ist überhaupt die GEMA? Woher nimmt sie die Macht Musikvideos zu sperren?

In einer dreiteiligen Reihe soll es nun um die GEMA gehen. Neben diesem Beitrag, der die Grundzüge aufzeigt, wird im zweiten Beitrag die Mitgliedschaft und die damit zusammen hängende Ausschüttung sowie das Problem der GEMA-Vermutung besprochen. Im dritten Beitrag geht es um die Auseinandersetzung GEMA vs. YouTube.

Die GEMA ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – die deutsche Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht für Verlage, Texter und Komponisten.

Als Treuhänderin verwaltet sie die Rechte von ihren Mitgliedern und Berechtigten und sorgt dafür, dass dessen geistiges Eigentum geschützt wird und für die Nutzung der geschützten Werke ein angemessener Lohn gezahlt wird. Sie ist sozusagen das „Inkassounternehmen“ der ihr angeschlossenen Urheber. Vertraglich können so in allen Bereichen der Musikverwertung die Rechte kollektiv wahrgenommen werden. Doch auch für die Nutzer urheberrechtlich geschützter Musik besteht so der Vorteil, dass sie auf schnelle unkomplizierte Weise eine legale Möglichkeit haben, ihre Nutzungen zu legalisieren. Doch nicht nur deutsche Musikurheber schützt sie ...

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