Besondere Besuche mit roter Socke

England, Idylle. Ein Pflegeheim. Besondere Bedürfnisse der Bewohner. Besondere Bedürfnisse² – denn sie bekommen auch besondere Besuche. Und dann ist immer eine rote Socke mit im Spiel. Sagen wir: Sie bekamen besondere Besuche für ihre (eigentlich doch gar nicht sooooo besonderen, oder? ) Bedürfnisse.

Gar nicht so besonderen Besuche: Denn ist nicht sonst gern und oft die Rede davon, dass der Wunsch nach Nähe und eben auch Sexualität im Alter mitnichten kleiner werde? Dass Zuwendung (warum also diese dann nicht?) und Nähe auch und gerade für Menschen im Pflegebereich wichtig seien? Nun, so oder so ähnlich schien man in einen hübschen Ort auch zu denken: In der Chaseley-Residenz im englischen Seebad Eastbourne. Dort werden Menschen mit neurologischen Erkrankungen betreut. Menschen also, die von Rückenverletzungen über Schlaganfälle oder Gehirnschäden bis zu Multipler Sklerose und Parkinson leiden. 55 Bewohner. Und wie man hört, scheinen sie es sich – gemessen an dem, was ihnen ihre Gesundheit erlaubt – richtig puppenlustig gut gehen haben lassen. Sie liessen gewissermassen die Puppen tanzen. Und strippen. Und begnügten sich (zum Glück, es sei ihnen gegönnt: noch lebenslustig genug) nicht mit dem, was mit einem Kino, einem Fitnessbereich, barrierefreien Computerarbeitsplätze, einer Sonnenterrasse und einen Billardtisch sonst an Freizeitmöglichkeiten in ihrem Heim blieb. Neben Angeboten von Physio-, Sprach- und Verhaltenstherapie. Beinahe könnte man leise kichern, neidlos gönnend, was anscheinend irgendjemandem nicht ganz so neidlos gönnenswert schien. Denn als weiteres Angebot gab es als “besondere Besuche” bezeichnete Stippvisiten von Sexarbeiterinnen. Das Pflegepersonal selbst brachte die Prostituierten auf die Zimmer der Interessenten. Und damit es an der nötigen Ungestörtheit nicht mangelte oder der Diskretion, wurden (NICHT Kichern!! ) dann rote Socken an die Türklinken gehängt ...

Zum vollständigen Artikel


  • England: Grafschaft will Prostituiertenbesuche im Pflegeheim verbieten

    spiegel.de - 8 Leser - Menschen mit Behinderung haben Bedürfnisse, auch sexuelle. Um diese zu befriedigen, erlaubte ein Pflegeheim in England den Bewohnern, Prostituierte zu empfangen. Jetzt gibt es Probleme: Die Behörden der Grafschaft East Sussex empfinden diese Form der ganzheitlichen Pflege als "unangemessen".

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK