Anwaltswerbung: Keine Leuchtreklame für Rechtsanwälte

Für Rechtsanwälte in der Schweiz gilt unter anderem die Berufsregel, wonach Werbung erlaubt ist, «solange diese objektiv bleibt und solange sie dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entspricht» (Art. 12 lit. d BGFA) – gemäss dem Schweizerischen Bundesgericht widerspricht eine Leuchtreklame dieser Berufsregel. Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA, via Werbewoche) beschreibt die Leuchtreklame, die Zuger Anwaltskollegen geplant hatten, wie folgt:

«Die Kanzlei befindet sich in einem Gebäude in der Industriezone von Cham ZG. Sie beabsichtigte, an der Fassade ihren Namen in 70 Zentimeter hohen blauen Lettern anzubringen. Etwas kleiner sollte der Zusatz ‹Advokatur & Notariat› folgen. Die ganze Schrift hätte rund neun Meter lang und nachts beleuchtet werden sollen. In Art und Grösse hätte die Fassadenbeschriftung in etwa denjenigen der andereren im Gebäude untergebrachten Unternehmen entsprochen.»

Das Schweizerische Bundesgericht sah darin das Gebot der zurückhaltenden Werbung verletzt (Bundesgerichtsurteil 2C_714/2012 vom 25. Januar 2013, noch nicht veröffentlicht):

«[…] Laut dem Gericht muss die Werbung aber zurückhaltend erfolgen, was im zu beurteilenden Fall angesichts der Grösse und der Beleuchtung der geplanten Beschriftung nicht mehr der Fall sei ...

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