Traum oder Schiff?

Deutschlands berühmtester Kapitän will derzeit bekanntlich seinen Arbeitsplatz zurück. Andreas Jungblut will seinen Job zurück, so lauten die Berichte von der hanseatischen Güteverhandlung in Lübeck, die aber gescheitert war: Eine Einigung kommt nicht zustande. Vorerst.

Sein neuer Arbeitgeber war über die vielfältigen Aktivitäten des Kapitäns irritiert. Sofern es um dessen Kampf gegen die „Ausflaggung“ ging (damit kann man das Arbeitsrechtsregime einfach per Registereintrag ändern), muss er mit dieser Irritation wohl leben. Solcherlei Engagement ist rechtlich zulässig. Nur die Grenzen sind fließend, vor allem, wenn es darum geht, wie und mit welchen Worten der Kampf dann auch öffentlich ausgetragen wird. Dass Jungblut diese Grenzen überschritten hat, ist zumindest für den durchschnittlichen Zeitungsleser nicht eindeutig.

Trotzdem hat er keine guten Karten. Sein Arbeitgeber wird mit der Behauptung zitiert, der Kapitän habe die Anwesenheit zweier Geschäftsleute mit Kaufabsichten auf dem Schiff bekannt gemacht – öffentlich. Wenn das stimmt, gibt es dafür keine Rechtfertigung ...

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  • Klage des "Traumschiff"-Kapitäns – Auf dem falschen Dampfer

    sueddeutsche.de - 16 Leser - Auf dem "Traumschiff" ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest im ZDF. In der Realität klagt der echte Kapitän der "MS Deutschland" gegen seine Entlassung. In Lübeck traf er die Reederei vor Gericht - der Termin war schnell beendet.

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