Rezension Strafrecht: Zeuge und Aussagepsychologie

Jansen, Zeuge und Aussagepsychologie, 2. Auflage, C.F. Müller 2012 Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Die Zweitauflage des Lehrbuchs von Jansen behält seinen Charakter als Mischung zwischen Praxishandbuch und Nachschlagewerk bei und wurde nebenbei um diverse Themen ergänzt. So findet man nunmehr Ausführungen zur Problematik, wie Zeugenaussage und Opferschutz in Wechselwirkung stehen oder auch welche Rolle es spielt, wie sich ein Zeuge selbst präsentiert. Die Zeugenvernehmung gehört zum Grundhandwerkszeug vor Gericht und alle Verfahrensbeteiligten tun gut daran, sich nicht nur auf ihr Bauchgefühl zu verlassen, sondern sich professionell an die Aufgabe der Wahrheitsfindung heranzuwagen. Dabei hilft dieses Werk nicht nur bei der Frage der Herangehensweise an die und Durchführung der Vernehmung, sondern auch bei der nachfolgenden Aussageanalyse. Über 400 Seiten erwarten den Leser und fordern ihm, soviel darf vorweggenommen werden, eine durchaus konzentrierte Lektüre ab. Die Gestaltung des Werks ist sehr gut gelungen. Der klug gegliederte Fließtext wird durch viele Beispiele, teilweise grau hervorgehoben, graphisch abgesetzte Hinweise, Merksätze, Auszüge aus der Rechtsprechung des BGH und Übersichten ergänzt, sodass die Rezeption des Stoffes und die Aufmerksamkeit des Lesers stetig gefördert werden. Die Verzeichnisse sind umfangreich, der Fußnotenapparat ist es ebenso. Das Buch ist in drei große Teile aufgegliedert und wird durch einen vierten Teil zur prozessualen Geschichte der Aussagepsychologie mit passenden Anhängen trefflich abgerundet. Zunächst wird die Zeugenaussage an sich in den Fokus gestellt. Hier wird erst eine Einführung in die Aussagepsychologie samt Darstellung der BGH-Rechtsprechung zu Gutachten und der Beurteilung von Zeugenaussagen, zur Fehlerquellenanalyse und zum Aussageverhalten geboten ...Zum vollständigen Artikel


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