Unverzügliche Schadenmeldung und nicht erst Schädiger in Anspruch nehmen

Das Landgericht Köln hat mit Urteil vom 26. Oktober 2011 entschieden (Az.: 20 O 170/11), dass sich ein Vollkaskoversicherer auf Leistungsfreiheit wegen vorsätzlicher Obliegenheitsverletzung berufen kann, wenn ein Versicherter diesem einen Schaden erst anzeigt, nachdem er vergeblich versucht hat, einen vermeintlichen Schädiger in Anspruch zu nehmen.

Bei einem Unfall war der am Straßenrand abgestellte Pkw des Klägers am 15. März 2009 schwer beschädigt worden. Vergeblich versuchte er zunächst, den Versicherer des vermeintlichen Schädigers in Anspruch zu nehmen, als ihm einfiel, dass er für sein Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hatte.

Daher meldete er am 1. Februar 2011 den Unfall seinem Versicherer mit der Bitte um Schadenregulierung.

Mit dem Argument, dass ihm der Schaden hoffnungslos zu spät gemeldet worden sei, lehnte der Versicherer die Zahlung des geforderten Betrag in Höhe von über 10.000,- € ab ...

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