Rezension Zivilrecht: Elternunterhalt

Hauß, Elternunterhalt: Grundlagen und Strategien, 4. Auflage, Gieseking 2012 Von Richter am Amtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen Wer Familiensachen als Anwalt, Mitarbeiter einer Behörde oder als Richter „macht“, der stöhnt nicht ohne Grund, wenn er einen Fall mit Elternunterhalt bearbeiten muss. Kaum eine Materie des Unterhaltsrechts ist unangenehmer. Die (stets) erwachsenen Kinder wollen oder können oftmals nicht ohne Einschränkungen ihren Lebensstandard halten, wenn sie ihre Eltern unterstützen sollen – im Übrigen sehen sie auch oft schlichtweg nicht ein, dass Unterhaltspflicht nicht nur eine Einbahnstraße ist. So braucht es für die Bearbeitung solcher Fälle guter Literatur. Ein solches Grundlagenwerk mit Strategiehinweisen stellt das von Hauß nunmehr in 4. Auflage vorgelegte Werk „Elternunterhalt: Grundlagen und Strategien“ dar. Für Studenten und Referendare ist das Buch natürlich regelmäßig nicht notwendig. Referendare sollten es aber dann zu Rate ziehen, wenn sie (z.B. in der Anwaltsstation) mit einem einschlägigen Fall befasst werden. Ansonsten richtet sich das Buch vor allem an Praktiker und hier ganz besonders an Anwälte, die zur Abwehr von Elternunterhaltsansprüchen eingeschaltet werden. Gerade hier ist das Buch dann auch besonders stark, zumal Hauß selbst praktizierender und daher aus dem Vollen schöpfender Fachanwalt für Familiensachen in Duisburg ist. Los geht es in dem Buch mit einer Einführung zu den Grundlagen des Elternunterhaltes, namentlich einer Darstellung der Rechtslage der §§ 1601 – 1603 BGB. Des Weiteren finden sich kurze Ausführungen zum anwaltlichen Mandat, insbesondere die richtige Warnung, nicht selbst als Anwalt durch Manipulationen oder Ratschläge diesbezüglich in die Gefahr einer Strafverfolgung zu gelangen. Teil B (und Herzstück) des Buches sind die über 200 Seiten Erörterungen zum Elternunterhalt in der Praxis ...Zum vollständigen Artikel


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