Die liegengelassene Kreuzhacke im Rapsfeld

Ohne einen Anhaltspunkt für eine besondere Gefährdung ist es einem Landwirt nicht zumutbar, vor der Ausführung von Drescharbeiten, mit dem er ein Unternehmen beauftragt hat, ein größeres Feld daraufhin zu untersuchen, ob Fremdkörper oder Werkzeuge aus dem Boden herausragen, die zu einer Schädigung des Mähdreschers führen können.

Mit dieser Begründung hat der Bundesgerichtshof in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines Unternehmens abgewiesen, das die Reparaturkosten eines Mähdreschers und die Mietkosten für eine Ersatzmaschine von dem Landwirt ersetzt bekommen wollte, auf dessen Feld die Beschädigung durch eine liegengebliebene Kreuzhacke erfolgt ist. Mit diesem Urteil ist die Entscheidung des Berufungsgerichts aufgehoben worden.

In dem hier zugrundeliegenden Fall hat die Beklagte die Klägerin beauftragt, den auf ihrem 6,44 ha großen, frei zugänglichen Feld stehenden Raps zu dreschen, der sich zumindest teilweise infolge von Witterung und Gewicht abgesenkt hatte (sog. Lagerraps) und deshalb bodennah zu ernten war. Bei den Drescharbeiten nahm der Mähdrescher eine im Raps liegende Kreuzhacke auf, schleuderte sie in das Dreschwerk und beschädigte dadurch den Mähdrescher erheblich. Die Klägerin hat die Beklagte auf Ersatz der Reparaturkosten und der Mietkosten für einen Ersatzmähdrescher in Anspruch genommen.

Streitig ist, wer die Kreuzhacke in das Feld verbracht und dort liegen gelassen hat. Das Berufungsgericht hat dies offengelassen ...

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