“Ich mache jetzt in Fußball” – Wenn dem Investor ein Teil des Spielers gehört

Die aktuellen Nachrichten um Investitionen bei einem der Münchner Traditionsclubs richten den medialen Fokus wieder mal auf die Finanzierung von Spieler- und Trainerverträgen im Profifußball. Neben dem Dauerbrenner „50 + 1“ Regelung, gibt es in diesem Dunstkreis ebenso spannende, aber weniger prominente Themen. Ein Vertreter dieser Gattung ist die sogenannte Third-Party-Ownership. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen…

Hinter diesem Begriff versteckt sich Folgendes: Ein Verein möchte sich die Dienste eines Spielers sichern, kann oder möchte allerdings die hierfür erforderlichen Mittel nicht selbst aufbringen. In diese Lücke springt nun ein Investor, der als Gegenleistung für die Zuwendung regelmäßig einen Anspruch auf einen (beträchtlichen) Teil des Erlöses aus einem weiteren Transfer des Spielers erhält. Diese Praxis ist etwa in Portugal gang und gäbe. Wie der Jahresabschluss des FC Porto zeigt, hielt dieser in der Saison 2010/2011 an seinem 19 Spieler umfassenden Kader lediglich für drei Spieler das volle Spektrum der wirtschaftlichen Rechte. Auch in England sorgte diese Art der Transferfinanzierung für Aufsehen, als Carlos Tevez im Jahr 2006 von von einem brasilianischen Club zu West Ham und dann neun Monate später zu Manchester United wechselte.

Durch Third-Party-Ownership kann ein Verein Spieler verpflichten, die das Budget des Clubs sonst nicht zugelassen hätte und dadurch die eigene Attraktivität für Fans und Sponsoren steigern ...

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