Ein Montagsauto am Mittwoch?

Der BGH musste sich heute mit der Frage beschäftigen, wann ein Auto als „Montagsauto“ einzustufen ist. Unter „Montagsauto“ versteht man dabei das erste zu Beginn der neuen Arbeitswoche hergestellte Exemplar, bei dem die Arbeitsabläufe noch nicht wieder ihre gewohnte Routine haben, so dass die Genauigkeit der Arbeit leidet. Sprich, ein Fahrzeug, das schon in der Herstellung so viele Qualitätsmängel davon getragen hat, dass es als fehleranfällig und insgesamt als mangelhaft im Sinne des § 434 BGB einzustufen ist. Da bei einem solchen „Montagsauto“ davon ausgegangen werden muss, dass es auch zukünftig nicht frei von herstellungsbedingten Mängeln sein wird, berechtigt es den Käufer, seinen Rücktritt vom Kaufvertrag zu erklären, ohne vorher eine angemessene Frist zur Nacherfüllung setzen zu müssen.

Bei dem in Frage stehenden Fahrzeug handelte es sich um ein neues Wohnmobil, das der Kläger im April 2009 kaufte. Im darauf folgenden Jahr brachte der Kläger das Wohnmobil insgesamt dreimal zur Werkstatt, um dort insgesamt weit über 20 Mängel zu rügen ...

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