Arbeitszeugnisse in der IT-Branche: Was muss enthalten sein? Was darf nicht?

Kaum ein Wirtschaftszweig ist in vergleichbarem Umfang ebenso von fluktuierenden Arbeitsverhältnissen geprägt wie von freien Formen der Zusammenarbeit wie die Informationstechnologie. Täglich liest man in der einschlägigen Presse davon, dass IT-Fachleute von einem Arbeitgeber zum anderen wechseln, häufig betrifft das sogar ganze Projektteams.

Immer häufiger macht sich dabei Erstaunen breit, wenn der vormalige Arbeitgeber seinem abgewanderten Mitarbeiter das Arbeitszeugnis aushändigt und darin weder Arbeitsleistung noch Aufgabengebiet richtig beschrieben sind oder viel zu allgemein, widersprüchlich oder gar lückenhaft formuliert wurde. Oft genug kommt es auch vor, dass selbst verdiente Mitarbeiter Arbeitszeugnisse erhalten, die aus nur wenigen Sätzen bestehen.

Die Verwirrung bei betroffenen Arbeitnehmern ist groß. Daher gilt es, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Was muss ein Arbeitszeugnis enthalten? Was darf es nicht enthalten? Welche Ansprüche hat der Arbeitnehmer, wenn er sich gegen die aus seiner Sicht fehlerhafte Beurteilung wehren möchte? Wie ist also die Rechtslage?

Zunächst ist festzuhalten, dass nach ständiger arbeitsgerichtlicher Rechtsprechung das Gebot von „Zeugnisklarheit und Zeugniswahrheit” einzuhalten ist. Ein Arbeitszeugnis ist aufgrund dessen klar und verständlich zu formulieren, muss der Wahrheit entsprechen und darf weder versteckte Botschaften noch widersprüchliche Formulierungen enthalten. Das Tätigkeitsprofil des Arbeitnehmers ist vollständig und genau zu beschreiben, so dass sich künftige Arbeitgeber ein umfassendes Bild machen können. Die äußere Form muss dabei korrekt sein und darf nicht im Widerspruch zum Inhalt stehen.

Arbeitgeber dürfen also nicht frei entscheiden, ob bestimmte Leistungen oder Eigenschaften im Arbeitszeugnis hervorgehoben werden oder nicht ...

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