Start von Mega – Ende des Urheberrechts?

Am Sonntag dem 20.01.13 ging in Neusseeland der neue Speicherdienst von Kim Schmitz "Mega" online. Mit einer imposanten Bühnenshow präsentierte Kim.Com den Megaupload-Nachfolger auf seinem Anwesen. Bereits jetzt wurden Stimmen laut, dass mit Mega das Ende des Urheberrechts eingeläutet wurde.

Mega geht an den Start

Mit einer breiten Angebotsvielfalt stellt Mega bereits im kostenlosen Nutzerprofil ein Speicherangebot von 50 Gigabyte zur Verfügung. Dieses kann kostenpflichtig bis auf 4 Terrabyte Speicher und 8 Terrabyte Transfervolumen erweitert werden. Wie bei anderen Filehostern kann der Nutzer Daten in die Cloud uploaden und aus der Cloud downloaden. Neu am Filehoster ist die sog. "End-to-End" Verschlüsselung. Hier werden die Daten bereits im eigenen Browser verschlüsselt. Bei anderen Filehostern geschieht dies, wenn überhaupt, erst auf dem Server.

Das Ende des Urheberrechts?

Bereits jetzt werden Stimmen laut, die mit dem Start von Mega das Ende des Urheberrechts sehen. Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Um gegen eine Verletzung des Urheberrechts vorzugehen sind grundsätzlich 2 Wege denkbar.

Zum einen ist ein Vorgehen gegen Mega direkt vorstellbar. Durch die Bereitstellung des Speicherplatzes kommt eine Störerhaftung in Betracht. Die Plattform stellt den Speicherplatz zur Verfügung und bereitet damit ggf. die Möglichkeit eine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Problematisch ist hierbei allerdings, dass die Daten nicht erst auf den Servern von Mega verschlüsselt werden, sondern bereits beim User. Dieser hat auch den alleinigen Schlüssel zum Zugriff auf die Daten. Mega hat also demnach grundsätzlich keine Kenntnis der Daten. Eine Störerhaftung sollte damit grundsätzlich nur in Betracht kommen, wenn Mega von rechtswidrigen Verhalten Kenntnis erlangt und dann nicht reagiert ...

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