M&A in Österreich: Small is beautiful

Die mittelständisch strukturierte Wirtschaft Österreichs, die überwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) besteht, die zum Teil noch fest in Familienhand sind, ist auf den ersten Blick nicht das klassische Ziel für Investoren und Mega-Deals aus dem M&A-Bereich. Wer jedoch ein zweites Mal hinschaut, wird belohnt: Hochspezialisierte Unternehmen, die weltweite Know-how-Leader sind, tummeln sich hier ebenso wie innovative Cluster, die sich durch ihre Zukunftsorientierung auszeichnen.

Gut zusammengeclustert Mitte der 1990er Jahre wurde in der Steiermark mit dem Automobilcluster ACStyria der Grundstein zu einer Erfolgsgeschichte gelegt. Mittlerweile beschäftigen in Österreich mehr als 50 Cluster- und Netzwerk-Initiativen 420.000 Beschäftige in rund 3.500 Betrieben und erwirtschaften circa 80 Mrd. EUR. Mit zahlreichen Aktivitäten stärken die Cluster den österreichischen Innovationsmotor und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der heimischen KMU in ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Damit konnten auch die Folgen des Krisenjahres 2008, dessen Auswirkungen vor allem in der Automobilindustrie spürbar waren, abgefedert werden. Wie gewichtig der Einfluss von Clustern auf die Wertschöpfung in Österreich ist, zeigt eine Bestandsaufnahme der österreichischen Cluster im Rahmen einer Studie des Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2011: Alleine im Bundesland Oberösterreich fallen beispielsweise 36 % der Wertschöpfung auf Cluster zurück. Ausdruck dessen und der überdurchschnittlichen Innovationsperformance in Österreich ist auch der achte Platz des Innovation Union Scorebord 2011. Ebenso profilieren konnte sich Österreich durch den Umwelttechnikcluster Eco World Styria: In einem internationalen Ranking der Cleantech-Gruppe belegt das „Green Tech Valley“ Österreichs den ersten Platz ...

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