Fragerecht/Offenbarungspflicht bei Schwangerschaft

In dem Vorstellungsgespräch wird der Arbeitgeber dem Bewerber eine Vielzahl von Fragen stellen, um möglichst viel über seinen potentiellen neuen Mitarbeiter zu erfahren. Im Gegensatz hierzu will der Bewerber seine Privatsphäre wahren. Es besteht ein Interessengegensatz zwischen dem Persönlichkeitsschutz des Bewerbers und berechtigtem Interesse des Arbeitgebers.

Diesen Interessengegensatz löst man dahingehend, dass der Arbeitgeber nur solche Fragen stellen darf die im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz oder der zu leistenden Arbeit stehen und an deren Beantwortung er ein berechtigtes Interesse hat.

Vom Fragerecht des Arbeitgebers zu unterscheiden ist die Offenbarungspflicht des Bewerbers. Offenbarungspflicht bedeutet das der Bewerber von sich aus ungefragt den Arbeitgeber über Umstände seines Privatlebens zu informieren hat. Eine solche Offenbarungspflicht kann nur ausnahmsweise angenommen werden. Auch hier besteht der Interessengegensatz zwischen Persönlichkeitsschutz des Bewerbers und berechtigtem Interesse des Arbeitgebers.

Diesen Interessengegensatz löst man dahingehend, dass der Bewerber nur solche Umstände offenbaren muss die für den Arbeitsplatz von ausschlaggebender Bedeutung sind oder die Erfüllung der Arbeitsleistung unmöglich ist ...

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