Bereits Bestätigungs-Email einer Newsletter-Bestellung stellt unzulässige Werbe-Mail dar

Einleitung Grundsätzlich ist der Versand einer Werbemaßnahme nur dann zulässig, wenn der Empfänger der Werbung in deren Empfang eingewilligt hat. Im Bereich des Email Marketings � z.B. beim Versand von Newslettern - hatte sich hier die gängige Praxis entwickelt, dass die Einwilligung im Rahmen des sog. Double Opt-in-Verfahrens erteilt werden kann. Auf diese Weise konnte der Versender bislang nachweisen, dass der Empfänger in den Empfang eingewilligt hat. Hierzu trägt sich der Interessent des Newsletters in eine Abonnentenliste mittels einfachen Opt In-Verfahrens ein. Um zu gewährleisten, dass sich auch wirklich der Inhaber dieser Email Adresse dort eingetragen hat, erhält er in der Folge eine Bestätigungs-Mail an diese Adresse, mit der Aufforderung, den Empfang von künftigen Werbe-Emails zu bestätigen. Hierzu muss er in aller Regel einen in dieser Bestätigungs-Email befindlichen Link aktivieren, um den Anmeldeprozess zum Newsletter abzuschließen. Das Amtsgericht München entschied noch im Jahr 2006 (Urteil vom 30.11.2006 - Az.: 161 C 29330/06), dass das Double-Opt-in Verfahren das zulässige Einwilligungsverfahren für Email-Werbung darstellt, da es einem ungewollten Empfänger zumutbar ist, durch Nichtstun die automatisierte Löschung seiner Email-Adresse aus der Mailingliste abzuwarten. Zudem stellt der Empfang der Bestätigungs-Email im Rahmen dieses Verfahrens keine unzulässige Werbung dar, so die Münchner Richter noch 2006. Aufgrund einer Entscheidung des OLG München von September 2012 stellt sich nun jedoch bereits diese Bestätigungs-Email als unzulässige Werbe-Email dar ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK