BayVGH: Denkmalschutzbehörden dürfen Baudenkmäler besichtigen und fotografieren

Denkmalschutz ist dem einen eine Freud’, dem anderen eine Last. Altes, Erhaltenes von aussen zu betrachten (manches auch von innen) kann für Dritte Genuss sein.

Für den, der nicht die Kosten und den Aufwand hat, es zu erhalten. Für denjenigen, den die Pflege, die Erhaltung und vor allem die Kosten derselben treffen, sieht das bisweilen ganz anders aus, vor allem, wenn Denkmalschutzrecht auch einer etwaigen wirtschaftlichen Nutzung entgegengesetzt wird. Über deren Vereinbarkeit mit einem Baudenkmal zB Eigentümer und Denkmalschutzbehörden unterschiedlicher Auffassung sind. Mancher Eigentümer, der mit solcher wirtschaftlicher Nutzung die Kosten seiner Erhaltungspflichten decken möchte oder könnte, rauft sich da die Haare, die ihm darüber und über etwaige Rechtsstreitigkeiten deswegen schlohweiss werden können. Auf dieses Dilemma wies auch jener Professor schon hin, bei dem ich die Vorlesung zum Besonderen Verwaltungsrecht während meines Studiums hörte und der später Richter am Bundesverfassungsgericht wurde. Auf seine Frage nach einer Lösung für so geplagte Eigentümer eines Baudenkmals in den Hörsaal, grübelte es beinahe hörbar, während ich meinen ersten Spontangedanken einer Lösung lieber für mich behielt – er war kein juristischer, allenfalls ein strafrechtlich relevanter und daher alles andere als empfehlungstauglicher und (noch) ahnte ich nicht das Ausmass des makabren Humors auch bei jenem Hochschullehrer, der denselben im Sinn hatte. Erst kurz vor seiner Antwort, die er nach einer spannungsgeladenen und gut inszenierten Satzpause, heitertrocken gab, um nicht zu sagen: abfeuerte, hatte ich das spitzbübische Vergnügen in seinem Blick aufblitzen sehen, dem nur ein Wort folgte: “Warmabbruch”.

Jeder Student lernt aus solchen Antworten seiner Lehrer und Hochschullehrer. Nicht jeder dasselbe ...

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