Ein Staubsaugervertreter mit Rolls-Royce und Diamanten entschuldigt sich

Die Welt des schönen Scheins hatte es dem smarten Ulrich Felix Anton Engler aus Andelfingen im Landkreis Biberach offensichtlich angetan, und zwar so sehr, dass sich der Sohn eines Straßenbauarbeiters und frühere Staubsaugervertreter dazu entschloss, ganz nach oben durchzustarten. Er verlegte seinen Wohnsitz nach Florida und startete von dort aus im Jahr 2005 seine Karriere als Börsenguru, die ihn zum Multimillionär machte und einige tausend Anleger ihr Vermögen oder zumindest einen nicht unbeträchtlichen Teil davon kostete. Wie bei spiegel-online nachzulesen ist, berichtete Engler am vergangenen Freitag vor dem Mannheimer Landgericht kurzweilig und zum Teil schon fast vergnüglich über 4 Stunden hinweg, wie es ihm gelang, über ein betrügerisches Schneeballsystem an das Geld – sehr viel Geld – anderer Leute zu kommen. Als internationaler Banker habe er sich ausgegeben, gar als “Investmentbanker des Jahres”, als Mann mit besten Beziehungen zu Banken, Regierungen und Großgrundbesitzern, der unter anderem im Daytrading-Geschäft Renditen von bis zu 72 Prozent erwirtschaften könne, und die Interessenten hätten ihm die Türen eingerannt.

Engler baute vom Sunshine-State aus ein System von Vermittlern und Untervermittlern aus, die er großzügig an seinen Gewinnen beteiligte, damit sie ihm fleißig Kunden zuführten. So soll er laut Anklage mindestens 1.300 Kunden um mehr als 37 Millionen Dollar betrogen haben, die tatsächlichen Zahlen werden weit höher geschätzt ...

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