Rezension Strafrecht: Computer- und Internetstrafrecht

Hilgendorf / Valerius, Computer- und Internetstrafrecht, 2. Aufl., Springer 2012 Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Eigentlich hätte man erwartet, dass die zweite Auflage des Lehrbuchs keine biblischen sieben Jahre braucht, um die höchst lebendige Rechtsentwicklung im Internetstrafrecht auf den aktuellen Stand (laut Vorwort März 2012) zu bringen, aber immerhin hat das nur leicht veränderte Autorenteam nunmehr die Arbeiten an der Fortsetzung abgeschlossen und wartet nunmehr mit einem eigenen Kapitel zum Verfahrensrecht sowie Aktualisierungen in den übrigen Kapiteln auf, ohne dabei das Konzept des einführenden Grundrisses zu verlassen. Weiterhin schlanke 250 Seiten erwarten den Leser dabei zur Einführung in eine höchst spannende Materie. Die Gestaltung des Lehrbuchs ist überraschend rein textlastig. Man findet keine Graphiken, Schaubilder, Schemata, hervorgehobene Beispielsfälle oder andere visualisierenden bzw. retardierenden Elemente, um das Gelesene im Kopf des Nutzes zu verankern und vertiefen. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein Glossar, was bei der Thematik durchaus angebracht wäre, anstatt einzelne technische Begriffe jeweils im Text zu erläutern. Insoweit ergibt sich also für die Neuauflage Verbesserungspotential. Sehr zu loben ist die umfangreiche Beigabe von Literaturfundstellen zur jeweiligen Thematik. In einem einleitenden Grundlagenkapitel befassen die Autoren den Leser zunächst mit den verfassungsrechtlichen Grundlagen und internationalen Vorgaben, etwa den erlassenen bzw.- ausgehandelten Rechtsakten der EU und des Europarates. Zur Sprache kommen dabei die Meinungs- und Informationsfreiheit sowie das Fernmeldegeheimnis, aber auch das Rechts auf informationelle Selbstbestimmung als Ausprägung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts ...Zum vollständigen Artikel


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