Selbstbedienung bei Facebook kann teuer werden

Ein bekannter Fußballspieler stellt Fotos, die ihn in privaten Momenten mit seinen Kindern oder nach dem Spiel in der Kabine zeigen, auf seiner Facebook-Seite ein. Kurz darauf veröffentlicht ein Boulevard-Magazin diese Bilder ungefragt. Darf es das? Diese Frage stellt sich in jüngster Zeit häufiger, weil einige Medien Fotos nicht mehr bei Agenturen oder Fotografen einkaufen, sondern einfach aus dem Internet ziehen.

Diese Möglichkeit ist auch deshalb verlockend, weil soziale Netzwerke wie Facebook mittlerweile eine Fundgrube gerade auch für Fotos aus dem Privatleben sind, an die man sonst nicht ohne weiteres herankommt. Und gratis ist es auch, jedenfalls zunächst. Später aber kann es teuer werden. Denn: Rechtlich zulässig ist ein solches Bilderplündern in aller Regel nicht.

Zum einen werden damit die Urheberrechte desjenigen verletzt, der die Fotos aufgenommen hat. Denn wer fremde Fotos nutzt, benötigt dafür in aller Regel die Einwilligung des Fotografen. Fälle, in denen ausnahmsweise eine Nutzung auch ohne Einwilligung erlaubt ist (etwa beim sogenannten Zitatrecht) sind die absolute Ausnahme. Zum anderen werden oftmals auch die Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten verletzt. So dürfen Aufnahmen von Kindern ohne Einwilligung der Eltern überhaupt nicht verbreitet werden. Und auch für die Veröffentlichung von Bildnissen bekannter Sportler, die im Licht der Öffentlichkeit stehen, gibt es Grenzen ...

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