Hochmut kommt vor dem Fall

“Meine Urteile werden vom Kammergericht nie aufgehoben, nehmen Sie den Einspruch doch zurück.” Mit diesen Worten versuchte mich eine Richterin am Amtsgericht Tiergarten vor ein paar Monaten zur Rücknahme des Einspruchs gegen einen Bußgeldbescheid zu veranlassen.

Meinem Mandanten war zur Last gelegt worden, unter Einfluss von Cannabis am Straßenverkehr teilgenommen zu haben. Eine von der Polizei veranlasste Blutentnahme ergab bei Auswertung durch das LKA einen Wert von 2,1 ng/ml THC und 15 mg/ml THC-Carbonsäure im Blut.

Daraufhin wurde wegen Verstoßes gegen § 24 a Abs. 2 StVG ein Bußgeldbescheid in Höhe von 500,- € erlassen und ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Auf meinen Einspruch beraumte das Amtsgericht Tiergarten einen Termin zur Hauptverhandlung an, in dem die Richterin die vorbezeichnete Äußerung machte.

Diese verfehlte bei mir aber nicht nur ihre Wirkung, sondern motivierte mich erst recht, auf die absehbare Verurteilung in die Rechtsbeschwerde zu gehen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK