EGMR stärkt Religionsfreiheit am Arbeitsplatz

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat das Recht christlicher Angestellter anerkannt, am Arbeitsplatz eine Kette mit einem Kreuz sichtbar zu tragen. Für bestimmte Berufsgruppen gibt es jedoch Einschränkungen, etwa für Krankenschwestern in der Klinik oder im Pflegebereich. Das geht aus einem neuen Urteil des Gerichtshofs hervor (vom 15.1.2013 Az. 48420/10, 59842/10, 51671/10 und 36516/10 in englischer Sprache). Die Klage richtete sich gegen Großbritannien. Im Fall einer Angestellten der Fluggesellschaft British Airways (Nadia Eweida) stellten die Richter eine Verletzung ihrer Religionsfreiheit fest. Sie sprachen der 61-jährigen Mitarbeiterin des Bodenpersonals eine Entschädigung von 2000 Euro zu. Die in Art. 9 EMRK gewährleistete Religionsfreiheit sei - so die Straßburger Richter - ein essentieller Bestandteil der Identität von Gläubigen und eine der Grundlagen pluralistischer, demokratischer Gesellschaften. Umfasst sei nicht nur das Recht, einen Glauben zu haben und zu wechseln, sondern auch das Recht, die eigene Religion öffentlich zu bekennen und auszuüben. Dieses Recht gelte grundsätzlich auch am Arbeitsplatz ...

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