2 % der Landesfläche reichen keinesfalls für Windenergie - BWE-Potentialstudie führt zu unzureichenden Planungsvorgaben

● Wolf von Fabeck, Geschäftsführer Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) ● norbert weiß / pixelio.de Eine Studie des Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) Kassel für den Bundesverband Windenergie (BWE) - Stand Mai 2011 - kommt zu den folgenden wesentlichen Ergebnissen: Insgesamt kann das 2% Ziel als realistisch angesehen werden. In Deutschland stehen auf Basis der Geodaten knapp 8% der Landesfläche außerhalb von Wäldern und Schutzgebieten für die Windenergienutzung zur Verfügung. Unter Einbeziehung von Wäldern und zusätzlichen Schutzgebieten ergeben sich 12,3% bzw. 22,4% nutzbare Fläche. Bei Nutzung von 2% der Fläche jedes Bundeslandes ergeben sich 198 GW installierbare Leistung. Das Flächenpotenzial ist in ganz Deutschland vorhanden und beschränkt sich nicht auf die schon heute genutzten nördlichen Bundesländer. Die Erträge liegen zwischen 1.600 Volllaststunden (Flächen mit geringeren Erträgen wurden ausgeschlossen) und 4.996, im Mittel 2.071 Volllaststunden. Daraus ergeben sich 390 TWh (potenzieller Energieertrag). Das sind 65% des deutschen Bruttostromverbrauchs von 603 TWh im Jahr 2010. Der erste Satz "Insgesamt kann das 2% Ziel als realistisch angesehen werden" wird in der energiepolitischen Diskussion regelmäßig so missverstanden, als sei es für die Umstellung auf Erneuerbare Energien ausreichend, wenn 2 Prozent der deutschen Landesfläche für Windparks und Windräder zur Verfügung gestellt würden. Hier wird offenbar nur flüchtig gelesen. Die Studie verwendet nicht das Wort "ausreichend", sondern das Wort "realistisch". Dass die 2 Prozent der Landesfläche nicht im entferntesten ausreichen, zeigt sich, wenn man die Zahlenangaben im letzten Satz der Kurzzusammenfassung - 390 TWh (65% des deutschen Bruttostromverbrauchs von 603 TWh im Jahr 2010) - in Beziehung zum notwendigen Bedarf setzt: Diese 65 Prozent des Stromverbrauchs reichen aus den drei folgenden Gründen nicht: 1 ...Zum vollständigen Artikel

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