Kann man das denn nicht vorher klären?

Eine Unfallsache: Zwei Fahrzeuge begegneten sich. An beiden Fahrzeugen wurde der jeweils links Außenspiegel beschädigt. Beide Fahrer waren sich sicher, sich auf ihrer Fahrbahnseite befunden zu haben, so daß den jeweiligen Gegner die Schuld an dem Unfall treffe.

Der Haftpflichtversicherer der Mandantin regulierte den Schaden des Unfallgegners daher zu 50% und verwiesdarauf, daß sich der Unfallhergang letztlich nicht aufklären lasse, so daß von einer Quote 50:50 auszugehen sei.

Der Unfallgegner reichte daraufhin Klage ein und berief sich auf den einzigen Zeugen des Vorfalls: Seinen noch nicht einmal zehn Jahre alten Sohn, der sich zum Unfallzeitpunkt in seinem Fahrzeug befunden habe und bestätigen könne, daß meine Mandantin zu weit links gefahren sei.

In erster Instanz hörte der Amtsrichter den Sohn gar nicht erst als Zeugen an, sondern ging einfach davon aus, daß ihn dessen Aussage ohnehin nicht überzeugen werde ...

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