“Im Namen des Volkes verurteilen wir Sie zum Tode durch…”

“…den Strick!”

Im Mittelalter bedeutete das Schwert noch einen durchaus ehrenhaften Tod

Die Todesstrafe ist wohl neben dem privaten Waffenbesitz, Atomkraft und der aktiven Sterbehilfe eines der umstrittensten Themen überhaupt. Aus gegebenem Anlass hier nun eine Betrachtung und Stellungnahme zur Todesstrafe, gerade weil die aktuellen Ereignisse auch hierzulande wieder die Frage aufwerfen, ob die Todesstrafe nicht doch ein probates Mittel gegen solche Grausamkeiten ist.

Zur Einleitung ein kurzer historischer Abriss aus der deutschen/europäischen Rechtsgeschichte; bereits zur Zeit der Stammesgesellschaften, bevor die Römer bis zum Rhein vordrangen gab es im heutigen Deutschland, Frankreich und Belgien Gerichte die für besonders schwere Vergehen, z.B. Verrat oder Feigheit die Todesstrafe verhängten. Totschläge hingegen wurden gar nicht vor Gericht verhandelt sondern direkt, im Zuge einer Familienfehde gesühnt in dem man ein Mitglied der Sippe des Täters, oder den Täter selber tötete. Allerdings waren Menschen zur damaligen Zeit vor allem Ernährer einer Familie und somit Wirtschaftsfaktoren, sodass man in der Zeit zum Frühmittelalter hin immer mehr dazu überging Totschläger in der Art und Weise zu bestrafen, dass diese entsprechend des objektiven wirtschaftlichen Wertes des Getöteten eine Entschädigung an die Hinterbliebenen, sowie eine Art Bußgeld an das Gericht zahlen mussten. Dieser Prozess dauerte bis Ende des 13. Jahrhunderts an, sodass man vor allem in einer Zeit, die von vielen als dunkelste Europas bezeichnet sagen kann, dass die tatsächliche Bedeutung der Todesstrafe viel geringer war als gemeinhin angenommen.

Erst im Spätmittelalter entwickelte sich ein Blutstrafrecht, welches viel schlimmere Folgen für den Täter hatte, als das vorangegangene Kompositionensystem ...

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