BAG: Ganz oder gar nicht – zum Teilzeitbegehren in der Elternzeit

Beim Bundesarbeitsgericht streiten in einem derzeit dort geführtem Revisionsverfahren die Parteien über die Fortsetzung der Teilzeit während des dritten Jahres der Elternzeit.

Die Klägerin ist seit April 2006 als Personalreferentin bei der Beklagten beschäftigt und allein für die Bearbeitung arbeitsrechtlicher Fragestellungen zuständig. Daneben ist sie mit der Betreuung betrieblicher Gremien befasst.

Die Beklagte ist ein Beratungsunternehmen mit mehr als 900 Mitarbeitern.

Am 5. Juni 2008 brachte die Klägerin ihre Tochter zur Welt.

Sie beantragte zunächst Elternzeit für zwei Jahre, also bis zum 4. Juni 2010. Außerdem stellte sie einen Antrag auf Teilzeit für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis 31. Mai 2009 mit 15 Stunden pro Woche und für die Zeit vom 1. Juni 2009 bis 4. Juni 2009 mit 20 Stunden pro Woche.

Die Beklagte stimmte dem Teilzeitbegehren am 3. Dezember 2008 ausdrücklich zu.

In einem weiteren Schreiben vom 7. April 2010 beantragte die Klägerin die Verlängerung der Elternzeit vom 5. Juni 2010 bis 4. Juni 2011 und gleichzeitig die Beibehaltung der Teilzeittätigkeit von 20 Stunden pro Woche.

Die Beklagte erwiderte am 12. Mai 2010, dass sie dem Teilzeitbegehren nicht entsprechen könne: Die Klägerin könne entweder in Vollzeit oder gar nicht arbeiten.

Die Klägerin macht gerichtlich ihr Teilzeitbegehren geltend ...

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