im Namen des Volkes

Heute morgen ist es kalt. Richtig kalt. So kalt, wie oft in den Gerichtssälen unserer holen #Justiz. Wir klagen an, wir verhandeln und wir verurteilen. Das persönliche Leid, die persönlichen Folgen sind meiner Meinung nach den Richtern nur zu oft schlicht völlig egal. Werden diese geschildert, werden diese hingenommen. Aber ernsthaft Gedanken ? Meist nie. Nur in Ausnahmefällen. Das mag eine professionelle Einstellung sein, ist aber wider jeder modernen, emphatischen Justiz. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Mandanten zuhöre und zu verstehen suche. Nur zu oft gibt es eine Wahrheit zwischen der gerichtlich festgestellten Wahrheit die aber schlicht niemanden wirklich interessiert. So kommt es dann mehr oder weniger zu Fehlentscheidungen. Diese zu vermeiden ist Aufgabe - als Teil, versteht sich - eines Strafverteidigers. Aber auch dieser Begriff wird überstrapaziert. Jeder Anwalts- Neuling mit einer Strafsache nennt sich heutzutage #Strafverteidiger. Das - liebe Kollegen - reicht aber nicht. Nein. Ein Strafverteidiger muss auch bereit sein, "zu kämpfen". Sprich: seinen Mund auf zu machen, sich zu Wort melden und - das ist wichtig - durch Anträge versuchen das Verfahren in eine Richtung zu bringen die dem Verteidigungsziel entspricht. Dem Ziel der Gerechtigkeit. Denn wenn ich als Verteidiger nicht an diesen Ethos Gerechtigkeit glaube, sollte ich den Job nicht machen. Hierzu gehört auch allzu oft, das es Frustrationserlebnisse gibt. Aber auch das halte ich für Jobimmanent. Genauso die Typen der Mandanten ...Zum vollständigen Artikel

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