Wenn wir die Vergangeheit und die Gegenwart miteinander streiten lassen…

…werden wir die Zukunft verlieren! (Winston Churchill)

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Mediation und der herkömmlichen Konfliktbeilegung durch Anwälte und/oder Gerichtsverfahren ist der, dass Mediation zukunftsbezogen ist.

Das Gerichtsverfahren ist ausschließlich auf die Vergangenheit festgelegt und der/die Richter versuchen, aus den Fakten der Vergangenheit abzuleiten, ob der geltend gemachte Anspruch begründet ist. Deshalb heißt es auch: da mihi facta, dabo tibi ius (für die Nichtlateiner: Gib mir die Tatsachen, ich werde dir das Recht geben). Ponschab/Schweizer haben das in ihrem lesenswerten Buch “Kooperation statt Konfrontation” wie kurz und treffend so ausgedrückt: Der erfolgreiche Anwalt ist ein Archäologe auf dem Feld der Sachverhalte.

Ganz anders verhält es sich in der Mediation. Dort wird die Vergangenheit ausschließlich als Ausdruck der Sichtweise des/der jeweiligen Konfliktbeteiligten wahrgenommen. Der Mediator leitet die Beteiligten dazu an, Lösungen für die Zukunft zu entwickeln, die ihre Berechtigung nicht in der Vergangenheit begründen. Dies ist für viele Streitbeteiligte nicht selbstverständlich. Schließlich hat der Konflikt seine Ursache in der Vergangenheit und viele Betroffene verharren, auch wenn es um die Beilegung des Konflikts geht, in der Vergangenheit. In der Vergangenheit können Sie aber einen Konflikt nicht lösen. Da liegt das Kind schon im Brunnen ...

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