Energiewirtschaft 2013 – Neue Rechte, neue Pflichten

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Kraftwerksstilllegungen, Offshore-Anbindung und Laststeuerung – lange sah es so aus, als wollten die Diskussionen um diese Themen nie ein Ende nehmen. Doch kurz vor Jahresende hat der Gesetzgeber den langwierigen Kampf entschieden (wir berichteten) und die Ergebnisse schließlich schwarz auf weiß festgehalten. Das neue Energiewirtschaftgesetz (EnWG) und die dazugehörige Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLastV) sind nun in Kraft. Dies bringt für viele Marktteilnehmer eine Reihe von Neuerungen mit sich.

Offshore-Anlagen und ihre Finanzierung

Die Überarbeitung des EnWG hatte zu Beginn des Jahres im Wesentlichen nur mit einem Problem begonnen – die Anbindung der Windkraftanlagen auf See. Hier stockte der Ausbau, man wollte bessere Investitionsanreize und mehr Sicherheit für Anlagenbetreiber schaffen. Das Ergebnis sind umfassende Regelungen für Offshore-Anlagen in §§ 17 a ff. EnWG. Ein Bundesfachplan, ein Offshore-Netzentwicklungsplan sowie umfassende Entschädigungsregelungen bilden von nun an den rechtlichen Rahmen für Offshore-Anlagen. Die Kosten, die dadurch entstehen, werden im Rahmen eines bundesweiten Belastungsausgleichs an die Letztverbraucher weitergegeben. Ab dem 1.1.2013 gibt es nämlich eine neue Offshore-Umlage, die je nach Verbrauchsmenge und -gruppe zwischen 0,25 Ct und 0,025 Ct/kWh liegt und sich schon bei der nächsten Stromabrechnung bemerkbar machen wird.

Kraftwerksbetrieb als Gemeinschaftssache?

Doch bei den Offshore-Regelungen blieb es nicht. Die Novellierung des EnWG hatte im Laufe der Monate immer mehr an Umfang gewonnen. Unter anderem hat man auch gleich die Regelungen zu Eingriffen in den Kraftwerksbetrieb überarbeitet.

Wenn es im Netz mal eng wird, müssen nun auch kleinere Erzeugungsanlagen ihren Beitrag zur Netzstabilität leisten. Nach dem neuen § 13 Abs ...

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