Pro und Contra: Wozu Netzneutralität?

Immer häufiger wird in letzter Zeit von einem Kampf um ,das offene Internet‘ gesprochen. Gegenstand dieser Auseinandersetzung ist eines der aktuellsten Probleme der Informationsgesellschaft: Die Netzneutralität.

Eine einheitliche Definition des Begriffs der Netzneutralität findet sich nicht. Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages versteht darunter:

„Der Begriff Netzneutralität bezeichnet die neutrale Übermittlung von Daten im Internet, das bedeutet eine gleichberechtigte Übertragung aller Datenpakete unabhängig davon, woher diese stammen, welchen Inhalt sie haben oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben.“

Das sog. Best-Effort-Prinzip soll dabei eine Ungleichbehandlung von Diensten – seien es Videotelefonie, Filesharing-Plattformen oder Musik-Streaming-Anbieter – verhindern.

Andere wiederum sehen die einseitig durch den Kunden gewollte Ungleichbehandlung von verschiedenen Datenmengen als mit der Netzneutralität noch vereinbar an. Der Kunde dürfe über die bevorzugte Gleichbehandlung der Daten bestimmen und so die Kontrolle behalten. Hintergrund sind dabei technisch benötigte durchgängige Verbindungen bei z.B. Internet-Telefonie und unterschiedliche Anwendungsprioritäten. Der Chaos Computer Club konkretisiert die Netzneutralität dahingehend, dass “kein Zugangsanbieter [...] nach inhaltlichen Kriterien Einfluß auf die Verfügbarkeit, Priorisierung oder Bandbreite der weitergeleiteten Daten nehmen“ darf.

Im Bereich der Mobilfunktechnologie gilt das Prinzip der Netzneutralität bereits heute nur eingeschränkt. Bei verschiedenen Anbietern werden datenintensive Dienste wie Skype nicht von den Internettarifen umfasst bzw. nur gegen Aufpreis angeboten. (T. Ho ...

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