Organspende-Skandal : Göttinger Transplantationsarzt festgenommen

Nach dem Organspende-Skandal ist laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Braunschweig der frühere leitende Transplantationsarzt der Göttinger Universitätsmedizin festgenommen worden. Das Amtsgericht Braunschweig habe – so die StA Braunschweig weiter – anschließend Haftbefehl gegen den Mediziner erlassen, dem Mediziner werde unter anderem Körperverletzung mit Todesfolge in einem Fall und versuchter Totschlag in neun Fällen vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Siehe hierzu aus aktuellem Anlass auch den Bericht der ZEIT Online hier.

Währenddessen kommt auch die mit der Koordinierung der Organspenden beauftragte Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) nicht aus den Negativ-Berichten der Medien. Siehe dazu hier den Beitrag des NDR (ZAP) vom 9.1.2013.

Dort wird zu Recht eingangs nicht ohne Kritik an den schöngefärbten Werbefilmen für Organspende (Wohlfühlgefühl, Spender zu sein, Gutmensch-Feeling per Spenderausweis?) auf einen kleinen Teil der bei der DSO kritikwürdigen und bis heute ungeklärt und ungelöst gebliebenen Punkte hingewiesen. An diesen hat sich auch nichts mit der Berufung des Interimsvorstandes Rainer Hess geändert – und ist auch nicht absehbar, dass diese etwas ändern wird. Nach eigenen Worten im Interview mit DÄBl hat dieser selbst noch kein Konzept.

Nach dem zuvor bereits in die Kritik geratenem ersten Nachfolgekandidaten und ungeachtet der Zeit für die Suche eines Nachfolgers wenigstens eines der beiden bisherigen DSO-Vorstände hätte man erwarten können, dass mehr als ein bislang blosser Interimsvorstand aufgeboten wird, um überzeugender für das verbal immer wieder eingeforderter Vertrauen auch die nötige Transparenz zu schaffen und ein überzeugenderes Konzept ...

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