Neue Abzockmasche auf eBay: manipulierte Auktionen

Im "eBay-Recht" gibt es zwei Bereiche, bei denen sehr häufig Rechtsrat gesucht wird: Urheberrechtsverletzungen (Bilderklau) und Probleme nach einer vorzeitig beendeten Auktion . Eine ausgeklügelte Abzock-Masche, kombiniert seit einigen Wochen diese beiden Bereiche auf perfide Art miteinander. Betroffen sind bisher private Verkäufer vor allem von hochwertigen Handys. Aus Rechtsunkenntnis (oder weil es so schön bequem ist), fügten diese Ihrer Auktion ein Produktbild hinzu, das sie dem Internet kopiert hatten. Dies stellt i.d.R. zunächst eine Urheberrechtsverletzung dar. Dann geht es los Kurz nachdem das erste Gebot (z.B. 1 €) auf die Auktion eingeht, erhält der Verkäufer von einem anderen Mitglied eine Nachricht über das eBay-interne Nachrichtensystem mit dem Hinweis, dass das Angebot eine Urheberrechtsverletzung enthalte und dass Konsequenzen drohen können. Einige Verkäufer lassen sich davon erschrecken und beenden die Auktion sofort. Dann hat die Falle zugeschnappt! Denn kurz darauf meldet sich der Bieter, der für seine 1 – 5 € nun Lieferung eines z.B. IPhone verlangt. Dabei wird sich darauf berufen, dass bei vorzeitigem Auktionsabbruch ein Vertrag mit dem Höchstbietenden zu Stande kommt. Zufall? Wohl kaum. Es sind hier zurzeit gleich mehrere Fälle bekannt, in denen der Höchstbietende jeweils identisch war und die Nachricht mit dem Urheberrechts-Hinweis mehrfach vom selben eBay-Mitglied stammte. Ob diese personenverschieden oder – identisch sind, ist derzeit noch unklar. Rechtsmissbrauch, sittenwidrige Schädigung, arglistige Täuschung Nun mag isoliert betrachtet richtig sein, dass die Verwendung eines fremden Bildes eine schadensersatzpflichtige Urheberrechtsverletzung darstellen kann und dass dies im Verhältnis zum Höchstbietenden kein relevanter Grund für den Abbruch der Auktion ist ...Zum vollständigen Artikel


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