Änderungen beim Elterngeld ab 2013

RA Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

(Zunächst) fast unbemerkt ist zum 1. Januar 2013 eine Gesetzesänderung in Kraft getreten, die eine Kürzung des Elterngeldes zur Folge hat, welche abhängig vom Einkommen zu Einbußen von über 100 € über den Bezugszeitraum führen kann. Darüberhinaus wurden die Möglichkeiten zum Wechsel in eine günstigere Lohnsteuerklasse erschwert.

Das Elterngeld wird grundsätzlich in Höhe von 67 Prozent des Einkommens aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes gewährt.

Für die Ermittlung des Einkommens sind die zwölf Kalendermonate vor dem Monat der Geburt des Kindes maßgeblich.

Pauschaler Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen

Für Geburten ab dem 1.1.2013 ändert sich bei der Berechnung des zu Grunde liegenden Einkommens, dass zukünftig vom Bruttoeinkommen ein pauschaler Abzug von 21 % für Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung) vorgenommen wird. Die Pauschale liegt somit um 0,5 % höher als die tatsächlichen Beiträge zur Sozialversicherung.

Ausgehend von einem Bruttoeinkommen von 4000 € dürfte sich somit beim Elterngeld hieraus eine monatliche Einbuße von ca. 15 € ergeben.

Änderungen beim Steuerabzug

Es besteht zwar weiterhin die Möglichkeit, durch rechtzeitigen Wechsel in eine günstigere Lohnsteuerklasse das Nettoeinkommen und damit die Bemessungsgrundlage für das Elterngeld zu erhöhen ...

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